Australien bereitet sich auf einen weiteren bedeutenden Vorstoß im Bereich der Energiespeicherung im Netzmaßstab vor. AusEnergy Services (ASL) wird die sechste Runde seiner Kapazitätsinvestitionsprogramm (CIS). Diese Ausschreibung zielt darauf ab, 2.4 GWh steuerbare Kapazität in Westaustralien, das eindeutig darauf abzielt, die Flexibilität und Zuverlässigkeit des wichtigsten Stromnetzes des Staates zu stärken.
Dieser Schritt ist Teil des langfristigen Plans der Bundesregierung, zusätzliche 32 GW an erneuerbaren Energien und Batteriespeichersystemen (BESS) bis 2030. Ausschreibung 6 zielt speziell auf Projekte ab, die mit der Südwest-Verbundsystem (SWIS) – das Netz, das Perth und die umliegenden Regionen versorgt – und im weiteren Sinne die Großhandelsmarkt für Strom (WEM).
Ein Raster mit einzigartigen Herausforderungen
Im Gegensatz zu den Verbundnetzen an der australischen Ostküste ist das Stromnetz Westaustraliens physisch isoliert. Es ist in zwei separate Netze aufgeteilt:
- SWIS – versorgt den Südwesten des Staates, einschließlich der Hauptstadt.
- Nordwestliches Verbundsystem (NWIS) – deckt die bergbauintensive Pilbara-Region ab.
Das SWIS verzeichnet eine der weltweit höchsten Durchdringungen von Solaranlagen auf Hausdächern, was zu einer „Duck Curve“-Herausforderung führt: Auf eine extrem niedrige Nachfrage am Tag folgen steile Spitzen am Abend. Dies hat die Dringlichkeit erhöht für flexible Kapazitätslösungen, sowie gewerbliche und industrielle Energiespeichersysteme, um die Versorgung zu glätten und die Abhängigkeit von Gasspitzenlastkraftwerken zu verringern.
Ausschreibung 6: Kernanforderungen und Struktur
Der aktuelle Marktbericht von ASL bestätigt, dass Projekte in Westaustralien angesiedelt sein und in der Lage sein müssen, bedarfsgerechte Energie in das Westaustralien-Europa zu liefern. Hybridprojekte mit erneuerbaren Energien und Speicherkapazität sind zulässig, jedoch nur als „nicht bewertete Hybridprojekte“. Das bedeutet, dass die Komponente der erneuerbaren Energieerzeugung bei der Bewertung des Kapazitätsvertrags nicht berücksichtigt wird.
Eine der bemerkenswertesten Änderungen ist die optimierter, einstufiger Bewerbungsprozess Dieser leistungsorientierte Ansatz verkürzt den Beschaffungszeitraum von neun auf etwa sechs Monate, wobei die Bieter im Voraus vollständige technische und finanzielle Angebote einreichen müssen.
Bei der Bewertung der Angebote wird großer Wert auf Engagement der Gemeinschaft und Beteiligung der First Nations – ein Hinweis auf die wachsende Bedeutung der sozialen Lizenz beim Ausbau der sauberen Energie in Australien.
Ein nachgewiesener Appetit auf Batterieinvestitionen
Das CIS-Programm hat bereits großes Interesse aus der Industrie geweckt. Anfang des Jahres Ausschreibung 2 für die WEM Aufträge für vier große Batteriespeicherprojekte vergeben – die Boddington Giga Battery, die Merredin Big Battery, die Muchea Battery und das Waroona Renewable Energy Project. Zusammen werden diese Projekte 654 MW / 2,595 MWh von vierstündiger Speicherung bis 2027 und übertrifft damit das ursprüngliche Beschaffungsziel.
Die ersten sechs Ausschreibungen werden voraussichtlich über 12.3 GW Erzeugung und 6 GW steuerbare SpeicherkapazitätDie GUS ist auf gutem Weg, ihre Ziele für 2030 zu erreichen.
Warum dies für den C&I-Energiespeichermarkt wichtig ist
Während sich die Ausschreibung an Entwickler von Versorgungsunternehmen richtet, reichen die Auswirkungen auch bis in die gewerblicher und industrieller (C&I) Energiespeichersektor. Der groß angelegte Einsatz von BESS trägt zur Stabilisierung der Großhandelspreise und zur Verbesserung der Netzzuverlässigkeit bei und schafft so bessere Bedingungen für Unternehmen, die in Speicherlösungen hinter dem Zähler investieren.
Für Westaustralien, wo Netzbeschränkungen und hohe Spitzentarife weiterhin eine Herausforderung darstellen, ist die wachsende Präsenz von Batterie-Energiespeichersysteme im SWIS könnte die Einführung von C&I ESS beschleunigen, insbesondere in der Fertigungs-, Landwirtschafts- und Rohstoffindustrie.
The Bigger Picture
Bei Ausschreibung 6 geht es nicht nur um Kapazitätserweiterungen; es geht darum, das Netz auf eine Zukunft vorzubereiten, in der variable erneuerbare Energien dominieren. Durch die Förderung des sozialen Engagements, straffere Zeitpläne und die Förderung von Investitionen in Vier-Stunden-Speichersysteme positioniert sich Westaustralien als Testgebiet für flexible Netzlösungen.
Für Entwickler, Investoren und die gesamte Energiespeicher-Lieferkette ist die Botschaft klar: Der australische Markt ist offen, wettbewerbsfähig und entwickelt sich schnell. Wer bereit ist, zuverlässige und sozial verantwortliche Speicherprojekte umzusetzen, wird im SWIS – und darüber hinaus – fruchtbaren Boden finden.
BATTLINK Experte für Batterie-Energiespeichersysteme